SOMBODY SAYS, SOMEONE IS BUILDING A BOAT

Gemeinsam mit 17 arbeitslosen jungen Erwachsenen haben wir an der Donau eine 6,5 Meter lange Zille aus Holz gebaut. Unsere Reise führte vom Studium des archimedischen Prinzips über den Bau eines Modells bis zum fertigen Boot. Gruppengeist, hohe Kreativität und das Erleben großer Selbstwirksamkeit prägten die vier Monate, die wir für das Projekt zur Verfügung hatten. Das Motorschiff Josef, im Verbund des Schiffmuseum Vienna, war dabei unser Headquater. Methodisch wurde das Projekt als Kunstprojekt mit kunsttherapeutischer Basis umgesetzt, mit dem Ziel, für die jungen Menschen gleichermaßen als Berufsorientierung zu funktionieren, wie als Projekt zu Förderung der persönlichen Entwicklung.
Wir haben die gesamten 4 Monate im Freien verbracht, bei Hitze und Regen, viel Zeit davon unter großer körperlicher Anstrengung. Auch wann zwischendurch die Sicherheit immerwieder mal verloren ging und uns nicht durchwegs klar war, ob wir es tatsächlich schaffen würden, das Boot so fertigzustellen, dass es auch schwimmt und nicht kippt, haben wir Tag für Tag weitgemacht. Und wir haben unser Ziel erreicht. Das Boot schwimmt, und das nicht nur auf einem kleinen sicheren Gewässer, sonder auf der Donau. Es hat inmitten regen Schiffferkehrs um ein zigfaches größerer Schiffe allen Belastungen standgehalten.
Am Ende des Projekts stand das KITCHENBOATEVENT, die Realisierung einer Idee, die war am Anfang des Projekts erarbeitet hatten: Vom Boot aus selbst gekochtes Essen an bedürftige Menschen zu verschenken.
Über den Winter ist unser Boot am Land. Im Frühjahr wird es “aufgefrischt”, um allen Teilnehmenden für die warme Jahreszeit wieder zur Verfügung zu stehen.
Das Bootsbauprojekt entstand in Kooperation mit dem AMS Wien.